Ausgebremst
- Marion Schubert
- 3. Nov. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Manchmal wird man einfach stillgelegt, man fragt sich , hab ich diesen Wunsch insgeheim schon gehegt? War es sowieso schon Zeit für ne Pause und Zeit sich auszuruhn`? Zeit, mal die ruhigeren Dinge zu tun?
Wir haben mal Zeit, dann werden wir krank, wir schieben die nötigen Pausen auf die lange Bank. Es ist effektiver sich kurz mal ne Auszeit zu gönnen, als von einem Termin zum anderen zu rennen. Wir wissen dies alle, doch handeln nicht danach und beugen nicht vor; wir denken, wir hätten Kräfte wie Thor!
Solange wir stark sind, ist uns nicht bewusst, wie schnell sich dies ändern kann, also stehen wir täglich unseren Mann. In diesen Zeiten voller Kraft und Elan, stellen wir unsere innere Stimme ganz hinten an. Wir sind gewohnt und getrimmt auf Leistung und viele Dinge zu erledigen und zu schaffen. Die Frage ist, ob wir es je umstellen können und irgendwann raffen, dass es nicht um Leistung und Schnelligkeit geht, sondern um vielmehr, um was es sich hier dreht.
Es geht darum, zu lieben und glücklich zu sein. Das Spiel des Lebens zu spielen- zusammen, aber auch allein- sich selbst genug zu sein. Spaß zu haben, während wir unsere Aufgaben erledigen, innezuhalten und auf uns zu achten, was wir stets nur Anderen predigen. Uns täglich zu überlegen, was wir uns Gutes tun können, zu genießen und zu gönnen.
Die Balance ist entscheidend für die Stabilität, leider bei Vielen eine Rarität. Von einem Extrem ins Andere, das ist uns bekannt, bis uns die Schwäche übermannt. Nicht täglich muss es sein dasselbe Pensum, das gleiche Maß- so einfach es klingt, so schwierig ist das. Die kurzen Pausen, zum Innehalten und Verschnaufen, die sind es, die uns Antwort geben- für unsere Balance, für unser eigenes Leben. Unser Gefühl im Inneren weiß ganz genau, was wir heute, hier und jetzt brauchen, ob wir voller Tatendrang sind, oder Zeit brauchen zum Verschnaufen.
Und heute ist`s vielleicht ganz anders als morgen, darum macht Euch keine Sorgen, es ist alles richtig und gut, so wie es ist, solange man nicht vergisst, täglich, oder auch stündlich neu zu entscheiden, was heute sein darf und was morgen eventuell nicht. Ob mehr, oder weniger, das fällt nicht ins Gewicht. Unsere innere Stimme sagt uns stets das, was wir brauchen, für was ist jetzt die Zeit; doch wann sind wir endlich bereit, die Kopfstimme etwa leiser zu stellen, um unseren Bauch zu hören und die Gefühle wahrzunehmen? Wir denken Vieles zu Tode, bis die Ängste uns lähmen.
Lasst uns innehalten und langsamer werden, dann wird`s wieder wärmer, gemütlicher und menschlicher auf Erden.
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